Unvain – Debüt Modenschau

Unvain – Debüt Modenschau

Berlin Fashion Week AW2026 – Feuerle Collection

Text & Bilder: Boris Marberg für BFW

 

In der Feuerle Collection – einem düsteren „Kunsttempel“ – wurde die erste Kollektion des Labels Unvain um den Gründer und Creative Director Robert Friedrichs präsentiert. Die brutale Betonästhetik des Weltkriegsbunkers erweist sich als kongenialer Ort für die Designästhetik von Unvain, die in der Berliner Club- und Subkultur verwurzelt ist, welche ebenfalls eine Affinität zu solchen Orten hat.

RAUM.Berlin – where does the installation begin?

RAUM.Berlin – where does the installation begin?

Berlin Fashion Week AW2026/27 – RAUM.Berlin, Eichhornstrasse

4. Tag

Bilder & Text: Gerhard Paproth

 

… where does the runway end. Am letzten Tag der Fashionweek wohl auch im RAUM.Berlin. Nachdem zwölf Designer an diesem Ort mit diesen Leitfragen ihre Kollektion mit experimentellem Format vorgestellt haben, wird deutlich, dass hier ein gutes alternatives Format kreiert wurde, das viele von ihnen optimal und kreativ zu nutzen wussten. Zu den spektakulären gehörte auch Karin Brettmeisters Ritual Unions mit einem tableau vivant, das wirklich Spass machte, sowohl den Darstellern als auch dem Publikum.

Kasia Kucharska – locker bleiben

Kasia Kucharska – locker bleiben

Berlin Fashion Week AW2026 – M60 Die Macherei

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Einen kleinen Entwicklungssprung führt die neue Kollektion von Kasia Kucharska vor und stellt den sympathisch lockeren Frauentyp vor. Eine sehr unernste Prägung von De- und Neukonstruktion, die von Frische und Lässigkeit geprägt ist, ohne auf Stilbewußtsein und Einheitlichkeit zu verzichten.

Andrej Gronau – Room-For-Play

Andrej Gronau – Room-For-Play

Berlin Fashion Week AW2026 – Gebrüder Fritz

Text & Bilder. Boris Marberg for BFC

 

Mit der neuen Kollektion „ROOM-FOR-PLAY“ geht Andrej Gronau spielerisch mit unterschiedlichsten stilistischen Ansätzen in einen kreativen Dialog und mischt auf spannende Weise modische Kleidungskonzepte und archetypische Einzelteile. Das macht Laune, und auch mit etwas Abstand betrachtet finden sich Ansätze, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind und erfrischen.

Thomas Hanisch – EXOS

Thomas Hanisch – EXOS

Berlin Fashion Week AW2026 – M60 Die Macherei

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Gottseidank gibt es sie noch, die gestaltungsverliebten Traumtänzer in Zeiten grauer Niedergeschlagenheit und zeitgeistiger Dekonstruktion. Thomas Hanisch ist ein solcher, der, nach vielen Jahren Schauen-Pause nun diesen Gestaltungsansatz über die Zeiten rettet und dabei alle pragmatischen Ansprüche an Modedesign aussen vor läßt, soweit sie die Fantasie bremsen.

Orange Culture – The Backyards of Memory

Orange Culture – The Backyards of Memory

Berlin Fashion Week AW2026 – M60 Die Macherei

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Es ist ein Feuerwerk der Lebensfreude, was sogar die ansonsten eher unberührte Riege der dokumentierenden Fotografen begeistert hat. Die Kollektion von Orange Culture kommt diese Saison fast ungebrochen farbenfroh und optimistisch daher, nachdem Adebayo Oke-Lawals vorausgehende Schau in Berlin noch von traurigen Privatereignissen beeinflusst war.

RAUM.Berlin – Where does the runway end.

RAUM.Berlin – Where does the runway end.

Berlin Fashion Week AW2026/27 – RAUM.Berlin, Eichhornstrasse

1. Tag

Bilder & Text: Gerhard Paproth

 

… where does the installation begin? Gute Fragen, die als Motto-Titel dieser Veranstaltung gestellt werden. Zwölf Designer exponieren ihre aktuellen Kollektionen in diesen großen und verwinkelten Räumen am Potsdamer Platz an vier Tagen, an jedem drei von ihnen. Auf den ersten Blick am ersten Tag, mit Clara Colette Miramon, Esther Perbandt und Selva Huygens, werden die Exponate auf Schaufensterfiguren in Gruppen und Raumabschnitten präsentiert und dabei zusätzlich  mit Objekten angereichert, so dass jeweils eine Hinwendung zur Installation angedeutet wird.

ioannes – Apokalypsis

ioannes – Apokalypsis

Berlin Fashion Week AW2026 – Sophiensæle

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Nach dem fulminanten Erstauftritt in der vergangenen Saison konnte man sicher sein, dass der Designer Boehl Cronau auch jetzt eine denkwürdige Fashionshow veranstalten würde. Diese Erwartung hat er auch in ungewöhnlicher Weise eingelöst; für die neue Kollektion  hat er nämlich nicht nach atemberaubenden Effekten gesucht, sondern sich auf das Schlichte für den Alltag konzentriert,

Ottolinger Resort 2026 – Heidi

Ottolinger Resort 2026 – Heidi

Berlin Fashion Week SS2026 – Palais am Funkturm

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Das Berliner Label Ottolinger der beiden Schweizerinnen Christa Bösch und Cosima Gadient focussiert sich auf die innovative Prägung dessen, was als berlintypischer Style gilt und erweist sich damit als zunehmend erfolgreich. Nun erscheinen sie erstmals auf der Fashionweek im Intervention-Programm mit dem Anliegen, sich als Szene-Label größer zu etablieren.

ioannes – Better Grow Thorns Than Thicker Skin

ioannes – Better Grow Thorns Than Thicker Skin

Berlin Fashion Week SS2026 – Orangerie im Schloss Charlottenburg

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Nach diversen Schauen in Paris betritt das Label ioannes nun auch die Fashionweek Berlin und bringt den Anspruch von Eleganz und Geschmackssicherheit in die letzte Schau des Berliner Reigens Frühling/Sommer 2026 zurück. Und das mit einiger Verve

Sia Arnika – Summer Time Sadness

Sia Arnika – Summer Time Sadness

Berlin Fashion Week SS2026 – Jofa Lichthaus

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Eine funktionale Halle, weit im Berliner Osten, dunkel gehalten mit schwarzem Molton, mit ein paar von der Decke herabhängenden Neonröhren und einer US-amerikanische Stretch-Limousine waren die Kulisse für die neu vorgestellte Kollektion der in Berlin ansässigen dänischen Designerin Sia Arnika.

Berlin Curated – Talentvorschläge

Berlin Curated – Talentvorschläge

Berlin Fashion Week SS2026 – FÜRST

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

„Berlin Curated“ ist ein neues Show-Format, das verschiedene junge Talente präsentieren will. Initiiert wurde es von Christiane Arp (Zitat:“Die Berlin Fashion Week ist die Bühne für aufstrebende Talente,“) und ausgeführt wird es von Sevil Uguz mit ihrer Agentur 0049x. Damit wird sinngemäß eine Brücke geschlagen, von Neo.Fashion, das gelungene Ausbildungsergebnisse zeigt zu den Programm- Schauen, eine Brücke, die den Einstand ins Professionelle ermöglichen will.

sample030 – Ghetto Express

sample030 – Ghetto Express

Berlin Fashion Week SS2026 – The Cank Berlin

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Ästhetische Vorschläge, wie Streetwear im europäischen Sinne neu aufgestellt werden könnte, gibt es ja nicht wenige, in der Überzeugungskraft und vor allem in der Durchschlagskraft führen die erdachten Vorstellungen aber nur bruchstückhaft und sehr langsam zu innovativen Standards. Ein einheitliches Bild führt das Label sample030 von Designer Ruben Jai vor.

Buzigahill – Return To Sender 11

Buzigahill – Return To Sender 11

Berlin Fashion Week SS2026 – FÜRST

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Die Selbstreflexion der Modemacher zum Stand der Dinge in der globalen Branche hat zu einem eigenen Darstellungsmodus ihrer Labels geführt, der nun selbst Mode geworden ist. Mit Buzigahill ist in diesen Kontext jetzt ein weiteres Label hinzu getreten, das, wie auch schon Palmwine Icecream, Probleme des afrikanischen Kontinents besonders akzentuiert herausstellt. Denn dort lädt die westliche Welt ihren gebrauchten Fast-Fashion-Schrott en masse ab und zeigt gerade damit die verwerfliche Marktpolitik ihrer Produzenten am penetrantesten.

Palmwine IceCream – MUSE

Palmwine IceCream – MUSE

Berlin Fashion Week SS2026 – Ölgarten

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Erneut bringt der Designer Kusi Kubi in Berlin im Rahmen der Modewoche seine Kollektion Frühling-Sommer 2026 auf den Laufsteg, die sich dieses Mal mehrheitlich Damen-Looks zuwendet, geradezu eine Ode an die Frauen. Sie knüpft stilistisch und gestalterisch an den starken Auftritt vom Januar 2025 an und bleibt, sowohl, was die Farbpalette, als auch was die Materialwahl betrifft, der bisherigen Konzeption treu.

MARKE – The Summer I Never Had

MARKE – The Summer I Never Had

Berlin Fashion Week SS2026 – FÜRST

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Mario Keine erschien mit MARKE schon SS 2024 im Reigen der Berliner Fashionweek und hat seitdem seinen Gestaltungsstil fester umrissen, besonders der maritime Bezug im atmosphärischen Sinne prägt das sommerliche Grundgefühl seiner Kollektionen. Damit sichert sich das Label auch so etwas wie Grundsympathie schon im Vorhinein.

Viktoranisimov – „Why don’t you wear a suit“

Viktoranisimov – „Why don’t you wear a suit“

Berlin Fashion Week SS2026 – Feuerle Collection

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Seit 1997 ist der ukrainische Designer Viktor Anisimov mit seinem gleichnamigen Label tätig und hat sich kontinuierlich auf Herrenmode spezialisiert, was ihn nicht davon abhält, auch immer wieder Damen-Looks in die Kollektion aufzunehmen. In Berlin präsentierte er seine neue Kollektion für den Sommer 2026 in der Galerie Feuerle Collection, einem massiven Telekommunikationsbunker des Zweiten Weltkriegs. Das passt – dazu aber später.

Milk of Lime – Chime

Milk of Lime – Chime

Berlin Fashion Week SS2026 – FÜRST

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Manchmal legt sich ein zarter Schleier wie eine poetische Verbrämung über das Kleidungsstück, manchmal wird Schwarz in seinen Schattierungsmöglichkeiten ausgespielt, akzentuierende Farben gibt es jedenfalls bei dieser Kollektion von Milk of Lime nicht (mehr) – die unbunte Farbigkeit nimmt sich selbst zurück. Bei den Formgestaltungen werden die Auflösungen des Ursprünglichen noch deutlicher

Laurin Schuler – Perspectiversial

Laurin Schuler – Perspectiversial

Berlin Fashion Week AW2025 – Reinbeckhallen Schönefeld

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Wie zuvor schon einmal ausgeführt, ist das Berliner Clubleben die wohl wichtigste Inspiration dessen, was man als Berliner Modestyle bezeichnen könnte. Allerdings glaubt man manchmal, der eine oder andere Designer kommt aus dem Clubkeller gar nicht mehr ans Tageslicht. Diesen Eindruck hatte man jedenfalls bei der Schau des Newcomers Laurin Schuler:

Bobkova – Erntedankfest

Bobkova – Erntedankfest

Berlin Fashion Week AW2024 – Pressecafé

Text: Boris Marberg

Bilder: Boris Marberg für BFW

 

Mit einer auf Tragbarkeit ausgelegten Herbst- und Winterkollektion, welche mehr als 30 dezidierte Looks umfasste, präsentierte die Ukrainerin Kristina Bobkova bereits zum dritten Mal auf der Berliner Modewoche ihre Interpretation von zeitgenössischer Damenmode.

Fassbender SS24 – Original

Fassbender SS24 – Original

Berlin Fashion Week SS2024 – Kronprinzenpalais

Bilder und Text: Gerhard Paproth

 

Es ist ein kleines Unternehmen, Familie und Freunde, das sich zum Ziel gesetzt hat, anspruchsvolle Schneiderkunst mit höchster Funktionalität und Belastbarkeit zu verknüpfen und dabei die zentrale Konzentration auf Nachhaltigkeit im ausgesuchtesten Sinne zu legen.

Richert Beil SS24 – Vater, unser

Richert Beil SS24 – Vater, unser

Berlin Fashion Week SS2024 – Leibnizstrasse

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Bisher waren die Schauen von Richert Beil sehr performancehaft konzipiert, oft düster und etwas mystisch-symbolisch geprägt, kontrovers diskutiert und damit auch geliebte Veranstaltungen für sehr treue Fans. Dieses Mal, nach langer Pause, war der Schaucharakter konventioneller.

ODEEH SS24 – The Next Chapter

ODEEH SS24 – The Next Chapter

Berlin Fashion Week SS2024 – James-Simon-Galerie

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Odeeh gehört zu den „Klassikern“ der Berliner Fashionweek, im doppelten Sinn. Location, Publikum und Presse sind jedes Mal ausgesucht und haben dabei stets den Nimbus der gehobenen Klasse.

Podyh SS24 – Der diskrete Charme

Podyh SS24 – Der diskrete Charme

Berlin Fashion Week SS2024 – Kronprinzenpalais

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Podyh liebt akzentuierende, kleingeometrische Formen in angeordneter Reihung, am liebsten Quadrate und Dreiecke, und erzielt damit die Wirkung großer Sorgfalt und sehr klarer Musterung.

Olivia Ballard – Die Power-Show

Olivia Ballard – Die Power-Show

AT DUSK, Fashionweek Berlin aw2023 – MaHalla

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Die Inszenierung ist die halbe Miete. Das wissen nicht nur erfolgreiche Rockmusiker, das gilt umso mehr für die Mode. Nicht viele Modedesigner haben das erkannt, aber Olivia Ballard schon gleich am Anfang ihrer Karriere.

Marcel Ostertag – „Salt“

Marcel Ostertag – „Salt“

MBFW SS23 – E-Werk Berlin

Berlin Fashion Week – Spring/Summer 2023 – Ready-to-Wear

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Marcel Ostertag gehört zu den wenigen Designern, die der Berliner Fashionweek treu bleiben, auch jetzt, wo sie sich noch auf Talfahrt befindet. Dabei sind seine Kollektionen, im Gegensatz zu den neu erscheinenden Protagonisten, eher nicht wirklich revolutionär in dem Sinne, dass sie den Zeitgeist spiegeln.

MBFW aw21 – weltanschaulich progressiv?

MBFW aw21 – weltanschaulich progressiv?

Berlin Fashionweek AW2021, Präsentationen im Internet

 

Text: Gerhard Paproth

 

Ein geradliniger Blick auf die Fashionweek Berlin AW2021 ist (noch) nicht möglich aber aus dem Vorfeld gerade darum sehr spannend:
Geschäftsmäßig ist ein großer Teil zur Messe nach Frankfurt gegangen, das focussiert vorteilhafterweise den Blick auf Inhalte und Ausdrucksformen.
Wenn man die Vorankündigungen, die die Neuausrichtung propagieren,  interpretiert,

Neo.Fashion. – Fashion for Future? (pt.III) Hochschule Hannover

Neo.Fashion. – Fashion for Future? (pt.III) Hochschule Hannover

Berlin Fashionweek AW2020, Vienna House Andel´s

Bilder: Boris Marberg
Text: Gerhard Paproth

 

An der Hochschule Hannover ist der Studiengang Modedesign Teil einer Gruppe von insgesamt 15 Masterstudiengängen (Medien, Information, Design) und stellt die Aspekte Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Ethik als inhaltliche Schwerpunkte heraus. Im Rahmen dessen fordert sie die „Entfaltung individueller Handlungsspielräume und Entscheidungsfreiräume“ für selbstbestimmte Gestaltung.
Besonders erwähnt wird bei der Selbstbeschreibung eine Spezialisierungsoption auf nachaltige Designstrategien, auf Männermode und auf geschlechterübergreifende Enby-Mode (nonbinary).