Mulhouse Fashion Week 2026 – Tag 2

Mulhouse Fashion Week 2026 – Tag 2

2. Fashionweek Mulhouse – Musée National de l’Automobile

Viel Streetware und Experimente

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Während am ersten Tag der Mulhouse Fashion Week vorwiegend repräsentative und verspielte Damen-Abendmode im Fokus stand, bietet man am zweiten Veranstaltungstag weiteren jungen regionalen und nationalen Modeschaffende ein Forum avantgardistischere Entwürfe zu präsentieren und zeigte auch Streetwear.

Die gebotene Bandbreite an Tragbarkeit und politischer Positionierung war sehr weit gefasst und pendelte zwischen Upcycling-Patchwork und traditioneller Handwerkskunst. Gezeigt haben folgend Marken: 2hugetitss, KFFASHION, Enjoy Studio, Vinca Schiffmann, NG4, Minteh, Agau Studio, Campredonde, Ostuff.

Den Start am Samstag macht das Label mit dem irritierenden Namen 2hugetitss. Der spielt aber gestalterisch eher keine Rolle, es handelt sich vielmehr um ein Streetwear-Label, das sich eigentlich auf urbane Accessoires, insbesondere Kappen, spezialisiert hat und diese primär über soziale Netzwerke vermarktet. Die Marke will so eine junge, digital affine Zielgruppe ansprechen, die von aktueller Internet- und Popkultur geprägt ist. Hier nun legt das Label eine Kleidungskollektion vor. Die gezeigten Looks, die oft aus Binden-Wicklungen bestehen, zielen auf einen Ausdruck von wild und crazy, propagieren Befreiung wovon auch immer („free as 2hugetitss“) und scheuen dabei auch vor überzeichnenden, kostümbildnerischen Zusätzen nicht zurück.

KFFASHION, das Label der brasilianischen Designerin Kamila Ferreira, kommt aus Paris. In ihrer Mode verarbeitet die Designerin starken Verbindung zu ihren südamerikanischen Wurzeln und ihren Erfahrungen mit den kulturellen Unterschieden zwischen Brasilien und Frankreich. Dabei bringt sie sommerliche und verspielte Looks überwiegend für Damen auf den Laufsteg, die fröhliche Lebendigkeit mit kräftigen Farben, figurbetonten Silhouetten und Temperament zusammenbringt.

Das jungen Schweizer Label ENJOY Studio aus Lausanne steht für eine kreative, urbane Generation mit einem Blick für Details, die in fast durchgängig schwarzen Streetwear-Looks daherkommt. Es wird mit Volumen bei den Silhouetten gespielt und Kleidung als Werkzeug der Abgrenzung und Anonymität in Szene gesetzt, die durch Brüche und Details aufgelockert ist. Die darüber hinaus gehende Vorstellung sei,  nicht um jeden Preis das Spektakuläre zu suchen, sondern Stücke zu kreieren, die durch Präzision überzeugen.

Einen konzeptionell ähnlichen Ansatz verfolgt die Designerin Vinca Schiffmann aus Straßburg mit ihrem Label Solyless, welches schon seit 2014 besteht. Glänzende Materialien, perfektionierte Passformen und Volumen, welche an die mutigen Silhouetten und Attitude der 1980er Jahre erinnern, zeichnen die Kollektion aus. Die Stücke sollen alltagstauglich bleiben aber auch für spektakuläre Auftritte beim Abendanlass geeignet sein.

Hinter dem Streetwear-Label NG4 steht der Belgier Noah Godfroid, der eine kleine Kollektion starker Herrenlooks auf den Laufsteg gebracht hat. Das Label ist seit drei Jahren am Start und richtet sich an Menschen, die Luxus im Streetwear-Bereich suchen. Harte Konturen, welche weit in den Raum greifen, prägen die Ästhetik von Godfroid, der es außerdem geschickt schafft, verschiedene Materialien zu kombinieren.

Minteh ist ein junges französisches Streetwear-Label aus Grenoble, das einen urbanen Western-Look („Style Cowboy“) forciert. Die Kollektionen umfassen moderne Streetwear mit spezifischen, popkulturell angehauchten Cowboy-Motiven. In Mulhouse war das Label mit einer der umfangreichsten Kollektionen am Start.

Die Kreative hinter dem 2024 gegründeten Label Agau Studio ist die Designerin Axelle Gaudel, ursprünglich aus Besançon, die  zwischen Paris und Straßburg pendelt. Sie hat zuerst Modedesign in Straßburg studiert und vertieft dies gerade in Paris  am Institut Français de la Mode. Die junge Designerin richtet ihre Kreationen weitgehend auf handwerklich solide Umsetzungen aus und experimentiert mit bereits vorgegebenen Materialien. Sie greift auf Secondhand zurück und upcycled was sie spannend findet, oder sie nutzt Restbestände, die als Überbleibsel von kommerzieller Produktion zur Verfügung stehen. So entstehen weite Roben und Kleider, die sakral wirken oder Herrenmäntel, die mit Volumen spielen und bewusst unfertig daherkommen – Kleidungsstücke, die auf der einen Seite verspielt wirken und auf der anderen zeigen, dass der Entstehungsprozess im Vordergrund steht.

Mit dem Team von Jérémy Champredonde und dem gleichnamigen Label wurde dem Publikum in Mulhouse eine facettenreiche Inszenierung aus dem Bereich Kostümbildnerei präsentiert. Hier hat die Gestaltung sich kreativ im Phantastischen ausgelebt, was auch an zeitgenössische Filmkunst im Serienformat erinnert. Neben Kostümen bietet das seit 2024 bestehende Label auch eine Prêt-à-porter-Linie an, die für den Alltag ausgerichtet ist.

Abgeschlossen wurde der zweite Tag und damit auch die zweite Mulhouse Fashion Week durch eine umfassende Präsentation des Labels Ostuff, 2023 gegründet und aus Paris stammend. Seine Designsprache kommt postapokalyptisch daher und experimentiert mit düsteren futuristischen Welten, in denen das Funktionelle die tragende Rolle des menschlichen Seins spielen solle.
Insgesamt entfaltet sich auf dieser Mulhouse Fashion Week eine sehr breite Palette mit Gestaltungspositionen der Gegenwart, von romantischen femininen Ideenwelten über Crazyness bis hin zur Dystopien.

 

2hugetitss

KFFASHION

Enjoy Studio

 

Vinca Schiffmann

 

NG4

 

Minteh

 

Agau Studio

 

Campredonde

 

 

Ostuff

 

Referenzen:

  • KFFASHION – https://www.instagram.com/kffashionshop/
  • Enjoy Studio – https://www.instagram.com/enjoy.studio.off/
  • Vinca – https://www.instagram.com/vincaschiffmann/
  • NG4 – https://www.instagram.com/noahgod4/
  • Minteh – https://www.instagram.com/mintehworld/
  • 2Huge – https://www.instagram.com/2hugetitss/
  • AGAU Studio – https://www.instagram.com/agaustudio/
  • Campredonde – https://www.instagram.com/champredonde/
  • OSTUFF – https://www.instagram.com/ostufff/

Mulhouse Fashion Week 2026 – Tag 1

Mulhouse Fashion Week 2026 – Tag 1

2. Fashionweek Mulhouse – Musée National de l’Automobile

Regionale Formate für die Präsentation kleiner Marken

Text & Bilder: Boris Marberg

Am ersten Mai Wochenende fand zum zweiten Mal die Mulhouse Fashionweek statt. Sie positioniert sich als regionale Plattform für kreative Modeschöper in der Region des Dreiländerecks mit dem Anspruch, eine ambitionierte Mischung aus regionaler Identitätsstiftung und innovativem Showcase zu sein.

Tranoï – Messe der Mode-Statements

Tranoï – Messe der Mode-Statements

Paris Fashionweek aw2026/27 (women), Tranoï, Palais Brongniart

Text und Bilder*: Gerhard Paproth

 

Paris ist in den Ferien. Und während die Pariser Urlaub machen, fluten unzählige junge Fashionistas die ganze Stadt. Das setzt der nachhaltigen Verjüngungskur des Stadtbildes und -lebens noch einmal eine zusätzliche attraktive Note hinzu, auch wenn man ahnungslos bleibt, was die alle während der Fashionweek die ganze Zeit treiben. Immerhin findet man Fanmassen draußen vor den Locations der großen Fashionshows und die unzähligen, trotzdem meist spärlich besuchten Pop Up Shops kleinerer Modelabels versuchen in der Innenstadt, von diesem Publikum zu profitieren, ein Mysterium bleibt das trotzdem.

Unvain – Debüt Modenschau

Unvain – Debüt Modenschau

Berlin Fashion Week AW2026 – Feuerle Collection

Text & Bilder: Boris Marberg für BFW

 

In der Feuerle Collection – einem düsteren „Kunsttempel“ – wurde die erste Kollektion des Labels Unvain um den Gründer und Creative Director Robert Friedrichs präsentiert. Die brutale Betonästhetik des Weltkriegsbunkers erweist sich als kongenialer Ort für die Designästhetik von Unvain, die in der Berliner Club- und Subkultur verwurzelt ist, welche ebenfalls eine Affinität zu solchen Orten hat.

RAUM.Berlin – where does the installation begin?

RAUM.Berlin – where does the installation begin?

Berlin Fashion Week AW2026/27 – RAUM.Berlin, Eichhornstrasse

4. Tag

Bilder & Text: Gerhard Paproth

 

… where does the runway end. Am letzten Tag der Fashionweek wohl auch im RAUM.Berlin. Nachdem zwölf Designer an diesem Ort mit diesen Leitfragen ihre Kollektion mit experimentellem Format vorgestellt haben, wird deutlich, dass hier ein gutes alternatives Format kreiert wurde, das viele von ihnen optimal und kreativ zu nutzen wussten. Zu den spektakulären gehörte auch Karin Brettmeisters Ritual Unions mit einem tableau vivant, das wirklich Spass machte, sowohl den Darstellern als auch dem Publikum.

SF1OG – Who are we when no one is watching?

SF1OG – Who are we when no one is watching?

Berlin Fashion Week AW2026 – S Wedding

Text & Bilder: Boris Marberg für BFW

 

Rosa Marga Dahl als Creative Director und Jacob Langemeyer als Co-Designer haben mit ihrer im Wedding gezeigten neuen Kollektion bewusste Spannung zwischen Sichtbarkeit und Introversion thematisch umgesetzt. Der Anknüpfungspunkt für die öffentliche Sichtbarkeit sei dabei die Jagd von Paparazzi auf Prominente gewesen, deren Leben von der Boulevardpresse dem Publikum zum Fraß vorgeworfen wurde.

Kasia Kucharska – locker bleiben

Kasia Kucharska – locker bleiben

Berlin Fashion Week AW2026 – M60 Die Macherei

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Einen kleinen Entwicklungssprung führt die neue Kollektion von Kasia Kucharska vor und stellt den sympathisch lockeren Frauentyp vor. Eine sehr unernste Prägung von De- und Neukonstruktion, die von Frische und Lässigkeit geprägt ist, ohne auf Stilbewußtsein und Einheitlichkeit zu verzichten.

Andrej Gronau – Room-For-Play

Andrej Gronau – Room-For-Play

Berlin Fashion Week AW2026 – Gebrüder Fritz

Text & Bilder. Boris Marberg for BFC

 

Mit der neuen Kollektion „ROOM-FOR-PLAY“ geht Andrej Gronau spielerisch mit unterschiedlichsten stilistischen Ansätzen in einen kreativen Dialog und mischt auf spannende Weise modische Kleidungskonzepte und archetypische Einzelteile. Das macht Laune, und auch mit etwas Abstand betrachtet finden sich Ansätze, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind und erfrischen.

Thomas Hanisch – EXOS

Thomas Hanisch – EXOS

Berlin Fashion Week AW2026 – M60 Die Macherei

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Gottseidank gibt es sie noch, die gestaltungsverliebten Traumtänzer in Zeiten grauer Niedergeschlagenheit und zeitgeistiger Dekonstruktion. Thomas Hanisch ist ein solcher, der, nach vielen Jahren Schauen-Pause nun diesen Gestaltungsansatz über die Zeiten rettet und dabei alle pragmatischen Ansprüche an Modedesign aussen vor läßt, soweit sie die Fantasie bremsen.

Heroin Kids – Dysfunktional

Heroin Kids – Dysfunktional

Berlin Fashion Week AW2026 – DSTRCT Club

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Das Berliner Label Heroin Kids von Christian Kaiser und Corinna Engel präsentierte passend in einem typischen Berliner Club. Wer in den 1990er Jahren seine Jugend verbracht hat, wird bei dem subversiven Hauch von Grunge schmunzeln

Orange Culture – The Backyards of Memory

Orange Culture – The Backyards of Memory

Berlin Fashion Week AW2026 – M60 Die Macherei

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Es ist ein Feuerwerk der Lebensfreude, was sogar die ansonsten eher unberührte Riege der dokumentierenden Fotografen begeistert hat. Die Kollektion von Orange Culture kommt diese Saison fast ungebrochen farbenfroh und optimistisch daher, nachdem Adebayo Oke-Lawals vorausgehende Schau in Berlin noch von traurigen Privatereignissen beeinflusst war.

Impari – Permission ≠ Slip

Impari – Permission ≠ Slip

Berlin Fashion Week AW2026 – Vollgutlager Berlin

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Es sind die Berge an Müll aus Altkleider, welche der Designerin Jana Heinemann ein wichtiges Anliegen sind und programmatisch für die nachhaltige Ausrichtung ihres modeschöpfenden Wirkens prägen. Nachhaltigkeit ist bei den in Berlin präsentierenden Modemachern mittlerweile Pflichtprogramm und sollte nicht nur bei den individuell Kreativen selbstverständlich sein. Bei Impari wird das Upcycling lokal im Atelier in Berlin produziert und die neue Kollektion ist sowohl auf Damen-, wie auch Herrenlooks ausgerichtet.

RAUM.Berlin – Where does the runway end.

RAUM.Berlin – Where does the runway end.

Berlin Fashion Week AW2026/27 – RAUM.Berlin, Eichhornstrasse

1. Tag

Bilder & Text: Gerhard Paproth

 

… where does the installation begin? Gute Fragen, die als Motto-Titel dieser Veranstaltung gestellt werden. Zwölf Designer exponieren ihre aktuellen Kollektionen in diesen großen und verwinkelten Räumen am Potsdamer Platz an vier Tagen, an jedem drei von ihnen. Auf den ersten Blick am ersten Tag, mit Clara Colette Miramon, Esther Perbandt und Selva Huygens, werden die Exponate auf Schaufensterfiguren in Gruppen und Raumabschnitten präsentiert und dabei zusätzlich  mit Objekten angereichert, so dass jeweils eine Hinwendung zur Installation angedeutet wird.

ioannes – Apokalypsis

ioannes – Apokalypsis

Berlin Fashion Week AW2026 – Sophiensæle

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Nach dem fulminanten Erstauftritt in der vergangenen Saison konnte man sicher sein, dass der Designer Boehl Cronau auch jetzt eine denkwürdige Fashionshow veranstalten würde. Diese Erwartung hat er auch in ungewöhnlicher Weise eingelöst; für die neue Kollektion  hat er nämlich nicht nach atemberaubenden Effekten gesucht, sondern sich auf das Schlichte für den Alltag konzentriert,

Hyères 40 – Les Défilés 2

Hyères 40 – Les Défilés 2

40. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2025

Défilé für den Prix Ateliers Matières und für den Preisträger 2024 Dolev Elron

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Speziell für den Prix L’Atelier des Matières entwerfen die zehn Kandidaten des Modewettbewerbes ein zusätzliches Outfit. Wie man angesichts der diesjährigen Preisvergabe (im Wert von 10.000 Euro) erkennen kann, geht es nicht zwingend um alternative nachhaltige Materialien allein sondern kann auch auf die Aura um das jeweilige Material zielen, das symbolisch besetzt sein kann wie in diesem Beispiel Leder für Bikerjacken.

Hyères 40 – Les Défilés 1

Hyères 40 – Les Défilés 1

40. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2025

Défilé für den Grand Prix du Jury Première Vision, Prix du public, Prix le19M des métiers d’art, Prix Supima

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Das Défilé der Wettbewerber für Mode ist das Highlight des Festivals und da statt zwei nur noch eines stattfand, waren die Sitzplätze begehrter als ohnehin schon immer. Abgesehen vom Verzicht auf die künstlerische Ausgestaltung der Riesenscheune und gefühlt weniger Shuttlebussen zur abgelegenen Location  wurde an der Veranstaltung selbst offenbar weiter nicht gespart – das wäre auch eine erhebliche Beschädigung des Formates gewesen. Denn mit diesem Format wird hier der Stand des ganz jungen Modedesigns treffender als irgendwo anders vorgeführt.

Hyères 40 – Accessoires im Wettbewerb

Hyères 40 – Accessoires im Wettbewerb

40. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2025

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Während die Fotografieausstellung deutlich profitierte, war der Ortswechsel für den 10. Wettbewerb der Accessoires nicht wirklich vorteilhaft, es war noch enger und gedrängter als ohnehin schon immer, das Publikum kam nur knapp aneinander vorbei und der Betrachterabstand war zwingend knapp, was nicht allen Exponaten zugute kam und auch Gespräche mit den anwesenden Designern führten zu Blockaden.

Hyères 40 – Showroom der Wettbewerber

Hyères 40 – Showroom der Wettbewerber

40. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2025

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Es ist ein wesentlicher Aspekt des Wettbewerbs der jungen Designer und Designerinnen, ihre Arbeit dem interessierten Publikum selbst anhand ihrer Kollektion vorzustellen und zu erklären.  Man kann die Beispiele von Nahem betrachten, befühlen und besprechen, hier wird quasi die Brücke geschlagen zwischen dem Anliegen der jungen Gestalter und dem interessierten Publikum, sei es den Profis oder den Konsumenten.

Hyères 2025 – ein kleines Jubiläum

Hyères 2025 – ein kleines Jubiläum

40. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2025

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Hier sieht man die jüngsten Trends, die aktuellen Bewegungen in  der internationalen Mode und die interessantesten Neuerkundungen in Material und Schneiderhandwerk. Und, in der Erweiterung, kreative Erfindungen zu Modeaccessoires sowie Positionen der jungen Fotografie. Zum 40. Male wurde das Festival de la Mode in der Villa Noailles nun ausgerichtet und, wie man diesjährigen Medienberichten schon im Vorfeld entnehmen konnte, infolge von Finanzierungsproblemen in recht kontrollierter Ausgabe.

Adam Brody – pures Glück

Adam Brody – pures Glück

Mode Suisse & Friends 2025 – Kunsthaus Zürich

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Adam Brody (Zürich) präsentierte bereits das zweite Mal auf der Mode Suisse und war das einzige Label, welches auch Kleidung in Plus-Size anbietet. Neben einer stilistisch stimmigen Auswahl von Damenlooks wurden auch ein paar Herrenlooks gezeigt.

MODE SUISSE & FRIENDS 2025

MODE SUISSE & FRIENDS 2025

Kunsthaus Zürich – in Hülle und Fülle

Text und Bilder: Boris Marberg

 

Im Kunsthaus Zürich zeigte die engagierte Schweizer Modeszene ihre Bandbreite an künstlerischem und kreativem Schaffen in zwei Modenschauen und einem Ausstellungsforum im Foyer des Kunsthauses. Dabei stößt man an die Grenzen des Machbaren dieses Konzeptes.

Nanna Kuckuck, Oksana Schlee-Keil – Die Pracht des Populären

Nanna Kuckuck, Oksana Schlee-Keil – Die Pracht des Populären

Fashion Open Air, Berlin Alexanderplatz

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Es ist Buden-Kirmes auf dem Berliner Alexanderplatz und mittendrin ein großer Laufsteg mit einem Sechstagesprogramm mit Schlager, Tanz, Party, Drag-Show und – Fashion für alle: „Fashion Open Air“. Präsentiert wird ein umfassendes Programm mit vielen populären und weniger bekannten Sternchen, B- und C-Promis und einer typischen Moderation

neo.fashion – Best Graduates Show

neo.fashion – Best Graduates Show

Berlin Fashion Week SS2026 – Atrium Tower Potsdamer Platz

Bilder: Boris Marberg

Text: Gerhard Paproth

 

80 Absolventen von 12 renommierten Hochschulen in Modedesign präsentierten ihre Arbeiten auf der Neo.Fashion, die dieses neunte Mal umständlich als „Neo.Fashion. presented by Potsdamer Platz“ im Atrium Tower am Potsdamer Platz im Verlaufe von zwei Tagen mit verschiedenen Programmpunkten stattfand. Zum Abschluß gab es eine Prämierung der besten, gegliedert in verschiedenen Kategorien und auch von verschiedenen Jurys bewertet.

Orange Culture – In the Shadow

Orange Culture – In the Shadow

Berlin Fashion Week SS2026 – Fürst

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Hinter dem Label Orange Couture steht der aus Nigeria stammende Designer Adebayo Oke-Lawal. Das Label wurde von ihm bereits 2011 gegründet. Ursprünglich trat Adebayo Oke-Lawal an, in der Finanzwelt beruflich Fuß zu fassen.

Andrej Gronau – Bauernkaro

Andrej Gronau – Bauernkaro

Berlin Fashion Week SS2026 – Kindl Brauerei

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Oft wurde schon in das modische Wirken von Andrej Gronau hineininterpretiert, er würde seine Kollektionen auf einem Material- und Mustermix , wilden Farbkombinationen und Details aufbauen – er würde mit Augenzwinkern nostalgisch mit Begriffen wie Heimat und dem Ländlichen spielen.

COLRS – Jumping Fences

COLRS – Jumping Fences

Berlin Fashion Week SS2026 – FÜRST

Bilder und Text: Boris Marberg

 

Am Kurfürstendamm wurde die fast nostalgische Sommerkollektion des jungen Labels COLRS dem interessierten Publikum präsentiert. Als Inspiration hat dem Designer, Zec Elie-Meiré, das idealisierte und emotional aufgeladene Strandleben in Brasilien gedient – maskulin und verspielt, körperbewusst und bereit für den Spaßfaktor, auch mal Grenzen auszutesten.

Haderlump – Ex Libris

Haderlump – Ex Libris

Berlin Fashion Week SS2026 – Haus der Visionäre

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Die Schau zur neuen Kollektion für den Sommer 2026 von Haderlump Atelier Berlin fand im Haus der Visionäre, einer Veranstaltungshalle mit industriellem Charme, Bauhaus-Architektur und historischem Backsteinbau statt. Die vergilbten Wände werfen ein warmes Licht auf die Kleidung und vermitteln Vergänglichkeit. Auf künstliches, hartes Licht wurde verzichtet. Damit ist der Raum auch ein greifbarer Ort geworden, der sehr gut zum thematischen Überbau der Kollektion passt

Ottolinger Resort 2026 – Heidi

Ottolinger Resort 2026 – Heidi

Berlin Fashion Week SS2026 – Palais am Funkturm

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Das Berliner Label Ottolinger der beiden Schweizerinnen Christa Bösch und Cosima Gadient focussiert sich auf die innovative Prägung dessen, was als berlintypischer Style gilt und erweist sich damit als zunehmend erfolgreich. Nun erscheinen sie erstmals auf der Fashionweek im Intervention-Programm mit dem Anliegen, sich als Szene-Label größer zu etablieren.

ioannes – Better Grow Thorns Than Thicker Skin

ioannes – Better Grow Thorns Than Thicker Skin

Berlin Fashion Week SS2026 – Orangerie im Schloss Charlottenburg

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Nach diversen Schauen in Paris betritt das Label ioannes nun auch die Fashionweek Berlin und bringt den Anspruch von Eleganz und Geschmackssicherheit in die letzte Schau des Berliner Reigens Frühling/Sommer 2026 zurück. Und das mit einiger Verve

Sia Arnika – Summer Time Sadness

Sia Arnika – Summer Time Sadness

Berlin Fashion Week SS2026 – Jofa Lichthaus

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Eine funktionale Halle, weit im Berliner Osten, dunkel gehalten mit schwarzem Molton, mit ein paar von der Decke herabhängenden Neonröhren und einer US-amerikanische Stretch-Limousine waren die Kulisse für die neu vorgestellte Kollektion der in Berlin ansässigen dänischen Designerin Sia Arnika.