HYÈRES 37 – Défilé der Wettbewerber

HYÈRES 37 – Défilé der Wettbewerber

37. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2022

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Das Festival International de Mode, de Photographie et D’Accessoires de Mode beruht im Wesentlichen auf Sponsorengeldern aus der Modebranche, die, neben Prestgeinteressen, damit ihren Nachwuchs zu rekrutieren sucht. Das Konzept, wir schrieben es mehrfach, ist einfach und klar, abgesichert durch kompetente Jurys aus der Branche und organisatorisch wie ausstattungsmäßig auf hohem Level.

HYÈRES 37 – Showroom der Wettbewerber

HYÈRES 37 – Showroom der Wettbewerber

37. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2022

Bilder und Text: Gerhard Paproth

 

Am Vormittag Showroom und am Abend das Défilé mit Preisfindung – das ist eine ideale Kombination der Präsentation der Kollektionen der zehn Preisanwärter im Wettbewerb. Dabei ist der Vormittag eher für professionelle Gäste, etwas Presse und neugieriges Publikum.

HYÈRES – Le Prix Hermès

HYÈRES – Le Prix Hermès

37. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2022

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Bereits im dritten Jahr erneuert das Haus Hermès sein Engagement beim Festival international de mode, de photographie et d’accessoires mit einem eigenen Preis für Accessoires.

HYÈRES 37 – Accessoires creatifs

HYÈRES 37 – Accessoires creatifs

37. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2022

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Grün. Raum und Einrichtung sind radikal grün und das fasst die weit auseinander driftenden Positionen der 10 Kandidaten für den Grand Prix du Jury Accessoires formal gut zusammen

HYÈRES 37 – Ausstellungen

HYÈRES 37 – Ausstellungen

37. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2022

Bilder und Text: Gerhard Paproth

 

Abgesehen von dem abendlichen großen Défilé der Wettbewerber sind die Ausstellungen der Kern des Festivalkonzeptes. Sie erstrecken sich über das ganze Festivalgelände, teilweise räumlich konzentriert, teilweise auch aufgelöst über Wegstrecken von einem Bereich zum anderen.

HYÈRES 37 – Glenn Martens Retrospektive

HYÈRES 37 – Glenn Martens Retrospektive

37. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2022

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Die große Installation für Designer, die sich an der Schnittkante zwischen Mode und Kunst positionieren, ist dieses Jahr für eine Retrospektive von Glenn Martens vorgesehen. Glenn Martens ist seit 2013 die einflussgebende Persönlichkeit des Pariser Modehauses Y/Project.

HYÈRES 2022 – Sonne und Zukunft

HYÈRES 2022 – Sonne und Zukunft

37. Festival de Mode, de Photographie et d‘Accessoires de Mode, Hyères, Oktober 2022

Bilder und Text: Gerhard Paproth *

 

Wie stets ist dieses Festival ganz junger Mode für uns das eigentliche Highlight des Jahres, in Deutschland Herbst, dort, in der Stadt der Palmen an der Côte d’Azur, noch warmer Sommer mit sattem Grün und gelassener Lebensart. Man sieht noch Orangen an den Bäumen, blühende Blumen entlang der Straßen, stets geschmackvoll gekleidete Menschen und, natürlich, erfrischend gute Laune auf dem Festival, das sich äußerst ambitioniert dem Designernachuchs widmet.

AMD Akademie Mode & Design

AMD Akademie Mode & Design

Neo.Fashion 2022 – AMD, Reinbeckhallen

Text & Bilder: Boris Marberg

 

Die Neo.Fashion ist als eigenständige Veranstaltungsplattform nicht mehr in Sachen Modedesign aus Berlin wegzudenken und fasst die Präsentationsmöglichkeiten einer Vielzahl von Hochschulen in Deutschland zusammen.

Der Berliner Salon – September 2022

Der Berliner Salon – September 2022

MBFW SS23 – Kulturforum Berlin

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Der Umzug des Berliner Salons in das Kulturforum hat der Veranstaltung mehr als gut getan, nachdem sie die letzten Saisons ein eher untergeordnetes und damit völlig unterbewertetes Dasein fristen musste. Viel Platz, eine neue Struktur und eine nach wie vor liebevolle Konzeption sicherten der Ausstellung das, was sie beansprucht: Eine Schau der besten Modemacher Deutschlands (+ Accessoires) mit hoch kultiviertem Präsentationsniveau.

LML studio – „Sensible Ensemble“

LML studio – „Sensible Ensemble“

MBFW SS23 – Telegraphenamt

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Boris Marberg

 

Der Designer Lucas Meyer-Leclère hat sich dem kreativen Schaffen von Mode aus dem bereits Bestehenden verschrieben und sich damit innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht. Und mit seiner Männerkollektion prägt er auch die Geschlechterrolle anders. Im Telegraphenamt in Berlin präsentierte er eine ziemlich theatralische Inszenierung seiner Kollektion „Sensible Ensemble“.

SUSUMU AI – Taiko-Trommeln für Mode

SUSUMU AI – Taiko-Trommeln für Mode

MBFW SS23 – Samurai Museum Berlin

Text und Bilder: Boris Marberg

 

Ganz im Zeichen der japanischen Kulturvermittlung präsentierte das Label Susumu Ai seine neue europäisch-japanische Kollektion auf der Fashionweek in Berlin.

Brachmann – „Skins“

Brachmann – „Skins“

MBFW ss2023 – Schüco Showroom Berlin

Bilder: Boris Marberg
Text: Gerhard Paproth

 

Bei der Anschauung einer Modekollektion ist nicht immer sicher, dass die Inspiration zu den Entwürfen auch in der Wahrnehmung der Erscheinungsbilder eine wichtige Rolle spielt. Bei den Arbeiten von Jennifer Brachmann ist das auch nicht so, obwohl sie sehr von focussierten Interessen auf Architektur bestimmt sind und das Label dies in seinen Mitteilungen immer wieder deutlich herausstellt.

MALŪNE – Sunshine Road

MALŪNE – Sunshine Road

MBFW SS23 – Telegraphenamt

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Boris Marberg

 

Südlichere Gefilde – das ist es, was uns Frida Weyer mit ihrer neuen Kollektion von MALUNE näherbringt und mit schlichter Eleganz überzeugen kann.

Marcel Ostertag – „Salt“

Marcel Ostertag – „Salt“

MBFW SS23 – E-Werk Berlin

Berlin Fashion Week – Spring/Summer 2023 – Ready-to-Wear

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Marcel Ostertag gehört zu den wenigen Designern, die der Berliner Fashionweek treu bleiben, auch jetzt, wo sie sich noch auf Talfahrt befindet. Dabei sind seine Kollektionen, im Gegensatz zu den neu erscheinenden Protagonisten, eher nicht wirklich revolutionär in dem Sinne, dass sie den Zeitgeist spiegeln.

Laura Gerte – Erste Runway Show

Laura Gerte – Erste Runway Show

MBFW SS23 – Telegraphenamt

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Boris Marberg

Mit Laura Gerte präsentierte sich auf der großen Bühne der Modewoche in Berlin jemand, auf die zahlreiche Modebegeisterte in der Branche seit knapp zwei Jahren ihre Hoffnungen setzen. Seinerzeit fiel die Bachelor Studentin von der Weißensee Kunsthochschule Berlin bereits mit ihren Entwürfen auf.

Rebekka Ruétz – „friederIKE“

Rebekka Ruétz – „friederIKE“

MBFW SS23 – Telegraphenamt

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Boris Marberg

Schwungvoll und goldig – so hat sich die neue Frühjahrs- und Sommerkollektion der österreichischen Designerin Rebekka Ruétz beim ersten Blick eingeprägt. Präsentiert wurde die Kollektion wieder im Rahmen der Mercedes Benz Fashion Week in Berlin. Hier freut man sich immer wieder über die gelungen modischen Statements und Ideen für die kommende Saison.

Bobkova – KYIV CHESTNUT

Bobkova – KYIV CHESTNUT

MBFW SS23 – Telegraphenamt

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Boris Marberg

Die Ukrainische Designerin Kristina Bobkova präsentierte ihre neue Kollektion für das Frühjahr und den Sommer 2023 im Rahmen der Mercedes Benz Fashion Week in Berlin. Der zentrale Veranstaltungsort dieser Saison war das historische ehemalige Haupttelegraphenamt, welches nun im Rahmen einer Grundsanierung zu einem Hotel umgebaut wurde und in Kürze eröffnen wird. Die Modewoche ist hierbei die erste Großveranstaltung im Gebäude an der Oranienburger Straße (Adresse Monbijoustraße) im Herzen von Berlin.

Danny Reinke – Poetic Renascence

Danny Reinke – Poetic Renascence

BFW SS23 – Kühlhaus Berlin

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Boris Marberg

Als einer der wenigen bekannten Designer aus Berlin hat Danny Reinke mit einer eigenen groß angelegten Schau seine Fans und das Fachpublikum im Kühlhaus als Teilnehmer der Berliner Modewoche überzeugt.

Marco Marcu – Im roten Kleid zum Abiball

Marco Marcu – Im roten Kleid zum Abiball

Fashion Hall September 2022

Bilder und Text: Boris Marberg

Im Rahmen der „Fashionhall Berlin“, die sich gerne als Auftaktveranstaltung zur Berliner Modewoche versteht, zeigte der Designer Marco Marcu in zwei getrennten Blöcken seine aktuellen Entwürfe für die kommende Sommer- und Ballsaison 2023. Seine Kleider werden stets als Einzelstücke in Handarbeit, oder Kleinstserien aufgelegt. Die Kundin, welche sich für diese Kreationen entscheidet, kann sich sicher sein, etwas Besonderes erstanden zu haben.

Milano 23 – Video-Spot

Milano 23 – Video-Spot

 Fashionweek Milano ss2023, Männer

Text: Gerhard Paproth

Bilder: Links und Vorschaubilder der betreffenden, offiziellen Videoclips

 

Die von den Designern ersehnte Rückkehr zu Live-Veranstaltungen auf den Fashionweeks ist mittlerweile wieder vollständig vollzogen, geblieben sind die Möglichkeiten für jedermann/frau, sich die offiziellen Dokumentationen im Internet anzuschauen. Leider ist dafür die Rückkehr zu konventionellen Abfilmungen der Schau das Übliche und die Öffnung zu einem Darüberhinaus mit filmischen Mitteln weitgehend ignoriert.

PLATTE – Bondy im Paradiesgärtchen

PLATTE – Bondy im Paradiesgärtchen

MBFW aw 22, die Platte.Berlin, Memhardstrasse

Bilder und Text: Gerhard Paproth

 

Das Label Bondy der Jungdesignerin Judith Bondy gibt es seit 2018 mit ein bis zwei kleinen Kollektionen jährlich (hier quasi als alternativer Nachschlag zur Fashionweek) mit Kleidung, Schmuck und Accessoires. Da entsteht ein kleiner, bunter, fast willkürlicher Kosmos mit meist romantisch verspielten Kleidungsstücken und auch neopoppigen oder entfernt an Fetischszene erinnernden Teilen, die mittlerweile eine eigene Modeströmung bilden und sich auch frei untereinander mischen, wie wir schon bei der Platte-Look-Schau gesehen haben.

SUSUMU AI – A Touch of Japan-Lifestyle

SUSUMU AI – A Touch of Japan-Lifestyle

MBFW aw 22, Quartier 205

Text und Bilder: Gerhard Paproth

 

Susumu Ai öffnete während der Fashionweek einen temporären Showroom mit elf Outfits, die den Stil und die aktuelle Kollektion repräsentieren. Das noch relativ junge Label von dem Paar Keiho und Alisa Menkhaus möchte eine Verbindung schaffen zwischen japanischem Modestyle und europäischem, und zwar auf eher alltäglich tragbaren Niveau.

Der Berliner Salon im Dämmerungsmodus

Der Berliner Salon im Dämmerungsmodus

MBFW aw 22, Kraftwerk

Text: Gerhard Paproth

Bilder: Andreas Hofrichter

 

Er war einmal eine strahlende Sonne über der Berliner Fashionweek, die stand für potentiellen Nachwuchs, für mögliche Strahlkraft deutschen und Berliner Modedesigns und gewissermassen auch für einen gewissen Stolz darauf. Der Berliner Salon, die einst wesentlich von Vogue ins Leben gerufene Veranstaltung mit viel Eleganz und repräsentativem Drumherum, vegetiert nun im Dämmerlicht in der groben Betonkonstruktion des Kraftwerkes vor sich hin und scheint als Randunterhaltung der wenigen verbliebenen Schauen nun ein kümmerliches, mühselig erhaltenes Dasein zu fristen.

Jean Gritsfeldt: A State of the Art

Jean Gritsfeldt: A State of the Art

MBFW aw 22, Kraftwerk

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Der Designer Jean Gritsfeldt aus der Ukraine konnte nicht kommen und auch seine spezielle Kollektion nicht liefern. Innerhalb einer Woche haben 30 Freiwillige sie als Duplikat produziert, sie erschien als letzte Schau des offiziellen Schauenplans  mit etwas Verspätung (weil die geplante Livezuschalte aus der Ukraine nicht klappte) in sehr überzeugender Inszenierung.

Rebekka Ruétz: Freiheit des Widerspruches

Rebekka Ruétz: Freiheit des Widerspruches

MBFW aw 22, Kraftwerk

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Das Credo des Schaffens von Rebekka Ruétz bleibt unverändert: alles ist möglich, die Gestaltung ist frei. Und: Gegensätzlichkeiten frappieren. Möglichst offensiv, respektlos, impulsiv und laut. Der Effekt des Unvereinbaren überrascht und dokumentiert eine gewisse Unverfrorenheit und damit auch Freiheit. Das ist das Potential, welches die Designerin ihrer weiblichen Fanschaft mit Mode anbietet.

Danny Reinke: Devil’s Delight

Danny Reinke: Devil’s Delight

MBFW aw 22, Kraftwerk

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Wenn ein Designer wie Danny Reinke seine Kollektion „Devil’s Delight“ nennt, ist das mit Vorsicht einzuordnen und auch als mutiger Titel, wenn man dann die Schau sieht. Denn die vorgeführte „Hölle“ ist eher ein besänftigender Spaziergang über den rauen Catwalk,

Esther Perbandt – L’Atelier Dream Machine

Esther Perbandt – L’Atelier Dream Machine

MBFW aw 22, Kraftwerk

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Lange hat man nichts gesehen von Esther Perbandt, jetzt ist sie wieder da. Schleichend und behutsam hat sich die Marke verändert, musste sie ja auch, die Urprungsära von Postpunk, Goth und Post-Industrial ist ja längst vorbei. Immerhin gezielt zum Eleganteren hin, was im Hinblick auf die Startkonstellation vielleicht etwas verquer anmutet, aber grudsätzlichen Gestaltungsstilismen ist die Designerin schon treu geblieben. Besonders dem Schwarz.

Sofia Ilmonen: nachhaltig und romantisch

Sofia Ilmonen: nachhaltig und romantisch

MBFW aw 22, Kraftwerk

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Schon in den vergangenen Saisons lud die Mercedes Benz einen Sieger des vorhergehenden Hyères-Festivals für die Eröffnungsveranstaltung der offiziellen Fashionweek-Veranstaltungsreihe nach Berlin ein, für aw 2022-23 ist das die Gewinnerin des (neuen) Preises „Mercedes-Benz Eco-Responsible Collection Award“. Mit der Schau hat die Jungdesignerin aus Helsinki ihre Kollektion etwas erweitert unter Beibehaltung ihres gestalterischen Grundprinzips.

PLATTE – Plattform der Exoten

PLATTE – Plattform der Exoten

MBFW aw 22, die Platte.Berlin, Memhardstrasse

Bilder: Andreas Hofrichter

Text: Gerhard Paproth

 

Inklusion, Nachhaltigkeit, Innovation und Transparenz sind die zentralen Schlagworte, mit denen die PLATTE.Berlin angetreten ist – zuerst liest sich das wie halbhohle Werbeformeln aus dem Generationen-Sprech, aber schon vor und während der Veranstaltung kann man erkennen, dass dahinter echte Haltung und echte Bemühung stehen, sich in laute, sichtbare Form zu gießen. Vom Veranstalter und vom Publikum.