Garnison AW17

Zum ersten mal auf der Mode Suisse

Text & Bilder: Boris Marberg

Das Label zeigte Herrenmode auf der Kippe, zwischen Klassik und Adaption der frühen Neuzeit. Die Kombinationen sind dunkel gehalten, mit vielen Applikationen. Gott ist immer dabei, als markanter Schriftzug „God“ – Rot unterzahnt (-gestrichen). Die Schnitte sind ansprechend oft asymmetrisch und mutig in den Schnittkanten und Volumen. Es entsteht ein zeitgenössisches, städtisches Erscheinungsbild, dass sowohl jugendlich, als auch tradiert rebellisch aufschlägt. Die Anzüge und und Kombinationen sprechen in der Tat nicht zwingend ein junges Publikum an, auch wenn hier vielleicht der Fokus liegt. Der Träge kann sich hier gezielt vom Uniformen abtrennen, wobei in der Kollektion hierzu oft der Rückgriff zu Uniformelementen des 18. Und 19. Jahrhunderts genommen wird (Knopfleisten). Und ja, der Designer mutet den Herren wieder Strumpfhosen zu. Das ist etwas infantil, und in Schwarz gehalten irritierend auf den ersten Blick. Konzeptionell hingegen ist dieser Kunstgriff indes recht überzeugend als Statement zur aktuelle Modernisierung Emanzipation der Herrenmode.